Schädlingslexikon

Ameise:

Die Ameise ist ein dreigliedriges Insekt, hierzulande heimische Arten sind meist rötlich-braun oder schwarz und vier bis elf Millimeter groß. Die Insekten leben in Ameisenstaaten zusammen in Ameisenhaufen und sind der Natur von großem Nutzen. Gelangen Ameisen in größerer Anzahl in Häuser, können sie jedoch Schäden an Hölzern, Lebensmitteln, Pflanzen und Ihrer Gesundheit verursachen.

Bettwanze:

Die Bettwanze (oder Hauswanze) ist ein Insekt, das hauptsächlich im Bett des Menschen lebt. Sie ist sehr dünn, rötlich-braun und misst vier bis fünf Millimeter, vollgesogen sogar bis zu neun Millimeter. Der Parasit ernährt sich von unserem Blut und kann mit seinem Speichel Hautprobleme und in seltenen Fällen auch weitere gesundheitliche Schäden verursachen.

Floh:

Der Floh misst 1,5 bis 6 Millimeter, ist ein Insekt und Parasit. Er besitzt einen Stech- und Saugrüssel. Man unterscheidet zwischen Nestfloh und Pelzfloh. Der Nestfloh springt nur zum Blutsaugen auf ein Lebewesen, nistet aber in verschiedenen Polstermöbeln. Der Pelzfloh hingegen nistet auf seinem Wirt. Beide Arten verursachen Hautprobleme beim Menschen.

Hausmaus:

Die freilebende Hausmaus ist ein Nagetier und lebt in der Nähe des Menschen. Ihr Körper ist sieben bis elf Zentimeter lang, ihr Schwanz ebenso. Ihr Fell oben am Körper ist braungrau und wird bauchseitig etwas heller. Sie gilt als Nahrungsmittelschädling und kann Zwischenwirt für die Übertragung von gesundheitsschädlichen Bakterien sein.

Kleidermotte:

Die Kleidermotte ist ein hellgelber bis dunkelbrauner Schmetterling mit sechs bis neun Millimeter Körpergröße. Hierbei handelt es sich um eine besondere Mottenart, die bevorzugt in der Nähe von Stoffen, Polstern, Federn und Pelzen lebt und dort Eier legt. Sie ernährt sich in der Regel von Tierhaaren, befällt aber auch Kleidung, vor allem mit Wollanteil.

Dörrobstmotte:

Die Dörrobstmotte ist eine spezielle Falterart, die sich vorrangig in Mehlvorräten ansiedelt. Doch auch Nudeln, Reis und andere Lebensmittel sind nicht sicher vor den Schädlingen. Wenn Sie Larven oder tote Exemplare zu Hause entdecken, sollten Sie schnell handeln, um eine Ausbreitung zu verhindern. Motten können Allergien und Krankheiten hervorrufen, aber in erster Linie ihre Vorräte ungenießbar machen.

Mehlmotte

Die Mehlmotte ist ein bleigrauer, 10 bis 14 Millimeter großer Schmetterling und besitzt zwei Flügelpaare. Sie gilt als Vorratsschädling und befällt Mehlvorräte, ganze Getreide, verarbeitete Mehlprodukte wie etwa Gries oder Teigwaren und teilweise auch getrocknete Obst- und Gemüseprodukte. Sie verbreitet sich schnell und dringt durch lockere Verschlüsse und dünne Verpackungen.

Nacktschnecken

Die Nacktschnecke ist eine Schnecke, die ihr Gehäuse verloren oder nach innen verlagert hat. Sie ist zumeist braun und 12 bis 15 Zentimeter lang. Sie ernährt sich von Pflanzen und Blättern und lockert den Boden auf. Sie befällt und frisst jedoch auch Garten- und Nutzpflanzen wie zum Beispiel zarte Salate.

Ratte:

Die Ratte ist ein Nagetier, in Deutschland ist häufig die Wanderratte anzutreffen. Sie hat ein graubraunes, rotbraunes oder schwarzes Fell mit hellerem Bauch und misst ohne Schwanz 18 bis 26 Zentimeter, wobei Männchen größer sind als Weibchen. Sie gilt als Krankheitsüberträger und Nahrungsmittelschädling und verursacht Schäden durch Nahrungsmittelfraß, Verpackungsbeschädigung sowie Verunreinigungen.

Schabe:

Die Schabe (auch Kakerlake) ist ein lichtscheues Insekt und in Deutschland zumeist als gemeine Küchenschabe heimisch. Sie besitzt einen platten, dunkelbraunen Körper mit bis zu 30 Millimetern Länge und Fühler, die etwa ein Drittel der Körperlänge messen. Sie lebt bevorzugt in menschennaher, warmer Umgebung und ernährt sich von Mehl, Speiseresten und anderen Abfällen.

Silberfischchen:

Das Silberfischchen ist ein bis zu elf Millimeter langes, lichtscheues Insekt mit silbernem, länglichem Körper. Es lebt bevorzugt in menschennaher, feuchtwarmer Umgebung wie etwa Küche oder Badezimmer. Silberfischchen in hoher Anzahl weisen auf Feuchtigkeitsprobleme und eventuellen Schimmel hin und sind gesundheitlich unbedenklich. In Leder und Kunstfaser können sie Lochfraß hinterlassen.

Taube:

Die Taube ist ein Vogel, der verschiedene Farben haben kann, sich überwiegend pflanzlich ernährt und einen kleinen Kopf mit schlitzartigen Nasenlöchern besitzt. Sie nistet etwa in wettergeschützten Verschlägen oder unter Hausdächern. Sie ist ursprünglich ein Haustier und wurde zu Hochzeiten oder als “Brieftauben” auf lange Reisen geschickt, von denen sie oft nicht nach Hause gefunden hat, weshalb sie heute in Städten oft als verwildertes Haustier anzutreffen ist. In Scharen werden Tauben von manchen Menschen als Schädlinge angesehen, denn ihr Kot verunreinigt die Umgebung stark.

Wegameise:

Die Wegameise ist eine kleine Ameise, in Mitteleuropa heimisch und vier bis neun Millimeter groß. Sie ist anpassungsfähig in ihrem Lebensraum und ernährt sich von Honigtau und anderen Insekten. Da sie in großen Kolonien vorkommt und teilweise in Bauwerke und Häuser eindringt, kann sie Schäden an Bausubstanz und Hölzern verursachen.

Wespe:

Die Wespe ist ein gelb-schwarzes kleines, angriffslustiges Insekt, nicht zu verwechseln mit der Biene. Sie ernährt sich von süßen Substanzen und anderen Insekten und baut ihr Nest teilweise unter Dächern oder Terrassendielen. Wird die Wespe gestört, sticht sie und lockt so weitere Wespen an. Ein solcher Wespenstich kann zu Schmerzen und allergischen Reaktionen führen.

Wühlmaus:

Die Wühlmaus ist ein Nagetier mit bis zu 23 Zentimetern Körperlänge, kleinen Ohren und einem rotbraunen bis schwarzen Fell. Sie lebt meist in Gängen unter der Erde und wirft kleine Haufen an die Oberfläche, die kleiner und unförmiger als Maulwurfshaufen sind. Im Gartenbau und der Landwirtschaft kann sie Wurzelgemüse, Kartoffeln, Bäume und Stauden beschädigen.